Lohnt es sich, eine Rechnung vorzeitig zu bezahlen? Dieser Rechner zeigt dir die Ersparnis und den effektiven Jahreszins — so siehst du sofort, ob Skonto wirtschaftlich sinnvoll ist.
Skonto ist ein Preisnachlass, den ein Rechnungssteller gewährt, wenn der Kunde innerhalb einer verkürzten Frist zahlt. Typisch sind 2–3 % bei Zahlung innerhalb von 10–14 Tagen statt der regulären 30 Tage.
Der effektive Jahreszins zeigt, wie lukrativ Skonto wirklich ist:
Eff. Jahreszins = (Skontosatz / (100 − Skontosatz)) × (360 / (Zahlungsziel − Skontofrist)) × 100
Dieser Wert ist fast immer deutlich höher als übliche Kreditkosten. Selbst bei einem Kontokorrentkredit von 8–12 % lohnt sich Skonto in der Regel. Mehr Hintergrund findest du im Artikel Skonto: Definition, Berechnung und steuerliche Behandlung.
Situation: Du erhältst eine Rechnung über 5.000 Euro brutto mit der Angabe „2 % Skonto bei Zahlung innerhalb von 10 Tagen, Zahlungsziel 30 Tage".
Das bedeutet: Wenn du die 100 Euro Ersparnis auf ein Jahr hochrechnest, entspricht das einem Zins von über 36 %. Kein Tagesgeld und kaum ein Kredit liefert diese Rendite. Es lohnt sich also fast immer, Skonto mitzunehmen — notfalls per kurzfristigem Kredit.
Nein, Skonto ist freiwillig und wird individuell auf der Rechnung vereinbart. Für Freiberufler kann es sinnvoll sein, um schnellere Zahlungseingänge zu erreichen und die Liquidität zu verbessern.
Wichtig: Bei Skontoabzug muss die Umsatzsteuer auf den geminderten Nettobetrag korrigiert werden. Du als Rechnungssteller minderst deine Umsatzsteuer, der Empfänger seinen Vorsteuerabzug. Details zur korrekten Vorsteuer-Berechnung.
Wenn der effektive Jahreszins unter deinen tatsächlichen Finanzierungskosten liegt (z. B. unter 2–3 %), ist es wirtschaftlich besser, die reguläre Zahlungsfrist auszunutzen. Das kommt in der Praxis aber selten vor.