Was bedeutet Skonto?

Was ist Skonto?

Unter dem Begriff Skonto wird generell ein Preisnachlass auf den Rechnungsbetrag verstanden. Gewährt ein Lieferant oder ein Unternehmen dem Kunden Skonto, gestattet er diesem, einen definierten Prozentsatz vom Rechnungsbetrag zu subtrahieren, sofern er die Rechnung in einem bestimmten Zeitraum bezahlt. In diesem Zusammenhang wird zugleich von einem „Lieferantenkredit“ gesprochen. Der Skontosatz wird dabei grundsätzlich in Prozent angegeben.

Das Skonto wirkt auf Dich als Kunden meistens wie eine Art Rabatt. Allerdings gibt es zwischen diesen Preisnachlässen einen bestimmten Unterschied. Unternehmen oder Freiberufler gewähren den Kunden in aller Regel einen Rabatt, wenn diese die Waren oder Dienstleistungen in größerer Menge kaufen. Durch die Gewährung des Skontos verfolgen Lieferanten und Unternehmen dagegen das Ziel, die Kunden zu einer schnellen Zahlung zu animieren. Durch die Verminderung des Preises soll den Kunden schmackhaft gemacht werden, den Rechnungsbetrag möglichst umgehend zu zahlen.

Als Grundlage zur Bemessung wird meistens der Zielverkaufspreis bzw. der Brutto-Umsatz verwendet.
Normalerweise liegt der Skontosatz bei 2 bis 5 Prozent des Brutto-Rechnungsbetrages und lässt sich einfach berechnen. Die Höhe orientiert sich meistens nach der Dauer des Zahlungsziels. Wenn die Skontosätze gestaffelt werden, dann wird der Skontosatz höher, je kleiner die Skontofrist ist.

Das Skonto ist daher ein Preisnachlass bzw. ein Rabatt, welchen der Lieferant eines Produktes oder Dienstleistung den Kunden für das schnelle Bezahlen der Rechnung gewährt. Hierzu werden Fristen vereinbart, nach welchen sich die Höhe des Skontos richtet. Bezahlt der Käufer der Ware innerhalb jener Frist, kann der jeweilige Skontosatz abgezogen werden. In aller Regel wird ein Skontosatz stets in Prozent auf der Rechnung angegeben.

Das Skonto wird nicht in jedem Fall vom gesamten Rechnungsbetrag abgezogen, sondern gilt – vor allem im Handwerk – meistens nur für den Teil der Materialkosten. Die Lohnkosten, also Dienstleistungen, Wartungsrechnungen und Fertigungszeiten werden in aller Regel nicht skontiert. Hierzu gibt es keine gesetzliche Grundlage, jedoch wird es in der Praxis meistens so ausgeführt. Die Grundlage der Bemessung für das Skonto ist generell zwischen den Parteien frei verhandelbar. Diese sollte im Angebot sowie auf der Abschlussrechnung oder in den Zahlungsbedingungen erklärt sein. Wird das Skonto gewährt, vermindert sich nicht nur der Netto-Betrag der Rechnung, sondern gleichzeitig die angegebene Umsatzsteuer.

Beispiele für Skonto

Ein Beispiel für ein Skonto ist ein Warenwert von 500 Euro mit dem Zahlungsziel von 30 Tagen. Dies entspricht einem Kredit von 500 Euro bei einer Laufzeit von insgesamt 30 Tagen. Ein solches fiktive Darlehen wird als Lieferantenkredit bezeichnet. Stellt ein Lieferant dem Kunden eine Rechnung mit der Bedingung von 10 Tage Zahlungs- bzw. Skontofrist in Höhe von 2 Skonto, dann kann der Kunde den Betrag innerhalb von 10 Tagen mit einem Abzug von 2 Prozent bezahlen.

Zahlt dieser jedoch die Rechnung nach der Skontofrist im Rahmen der Skontobezugsspanne und damit zwischen Tag 11 und Tag 30, dann entstehen auf diese Weise „Zinskosten“ in der Höhe des Skontos, das entgangen ist. Ein Lieferantenkredit ist daher in aller Regel recht teuer. Für die Kunden ist es daher auf jeden Fall empfehlenswert, den Rechnungsbetrag in der Skontofrist mit Abzug des Skontos zu zahlen.

Der Kunde berechnet den Zahlungsbetrag, indem dieser den Skontobetrag von dem Rechnungsbetrag abzieht. Wenn dieser zum Beispiel ein Möbelstück für 1.000 Euro kauft, steht auf der Rechnung, dass dafür ein Skonto von zwei Prozent abgezogen werden darf, wenn er innerhalb von 14 Tagen zahlt. Der Kunde kann sich damit 1.000 Euro * 0,02 = 20 Euro sparen und zahlt nur 980 Euro. Dies wird in der Buchhaltung auf dem Konto vermerkt. Der Anbieter dokumentiert jenen Preisnachlass auf dem Konto seiner gewährten Skonti.

Die Unternehmen gewähren die Skonti, um das Geld schneller zu bekommen, weniger Zahlungsausfälle zu verbuchen und damit die liquiden Mittel besser und schneller wiederverwenden zu können. Ob sich ein Skonto lohnt, berechnet der Kunde mit dem Effektivzins des angebotenen Skontos.

Ein bedeutendes Beispiel ist das Lieferantenskonto. So gewähren Lieferanten einem Kunden oder Unternehmen oftmals Skonti. Ein solches Skonto vermindert damit Deine Anschaffungskosten.

Bist Du beispielsweise der Geschäftsführer eines Unternehmens und Du kaufst neue Möbel im Wert von 10.000 Euro für das Geschäft, sind die Aussichten auf ein Skonto meistens gut. Auf der Rechnung steht dann zum Beispiel, dass Du Dir, wenn Du im Zeitraum der ersten Woche zahlst, drei Prozent Skonto von der Rechnung subtrahieren darfst. Hier steht dann 3 Prozent Skonto für eine Zahlung in den ersten sieben Tagen.

Du rechnest dann den Skontobetrag aus: 10.000 Euro Rechnungsbetrag x 0,03 Skontosatz = 300 Euro Skonto. Du als Unternehmer zahlst dann insgesamt 300 Euro weniger, wenn Du die Rechnung innerhalb des Zeitraums begleichst. Du zahlst dann dem Lieferanten also 9.700 Euro.

Ein weiteres Beispiel ist das Kundenskonto. Wenn Dein Unternehmen dem Kunden Skonto bewilligt, dann heißt dies Kundenskonto. Dieses vermindert die Erlöse Deines Unternehmens. Zugleich hast Du das Geld bereits früher zu weiteren Verwendung zur Verfügung.

So kauft zum Beispiel ein Kunde in Deinem Möbelhaus eine Couch für 1.000 Euro. Du möchtest diesem ein Skonto gewähren und schreibst auf die Rechnung, wenn dieser innerhalb von 14 Tagen zahlt, darf er zwei Prozent Skonto von der Rechnung abziehen.

Der Kunde bekommt damit einen Preisnachlass von 1.000 Euro * 0,02 = 20 Euro Skontobetrag. Daher muss er, wenn innerhalb von zwei Wochen gezahlt wird, nur 980 Euro bezahlen.

Die Vorteile von Skonto

Ein Skonto bietet Kunden und Lieferanten viele Vorteile. Die Vorteile für Lieferanten sind, dass die Rechnungen von den Kunden schneller gezahlt werden. So werden die Forderungen schneller in eine passende Liquidität umgewandelt.

In Anbetracht der Berücksichtigung der Gewährung von Skonto in der Kalkulation kommt es zu keinen separaten Kosten für einen Lieferanten.

Der Vorteil des Skontos liegt für die Käufer vor allem darin, dass dieser durch die Bezahlung innerhalb des jeweiligen Zeitraums weniger Geld bezahlen muss und damit gleichzeitig Kosten einspart. Der Vorteil des Skontos kann damit prozentual, als Jahreszinssatz, abgefasst werden. Daher ergibt sich beispielsweise bei einem Skonto von 4 Prozent und bei einer Zahlung innerhalb von 20 Tagen, ein Jahreszinssatz in Höhe von 72 Prozent.
Für die Verkäufer hat das Skonto vor allem den Vorteil eines schnelleren Geldzuflusses und für die Käufer besteht der Vorteil in der Ersparnis in der jeweiligen Höhe.

Die Vorteile für den Rechnungssteller und auch für den Empfänger liegen hierbei auf der Hand. Da der Empfänger der Produkte oder der Dienstleistungen einen Preisnachlass bekommt, kann der Verkäufer mit einer zeitigen Zahlung rechnen und kann daher seine Liquidität auf Dauer sichern. Dies ist oftmals für das Unternehmen von notwendiger Bedeutung. Die Ursachen für eine Insolvenz sind oft Überschuldung oder eine nicht bestehende Liquidität. Daher kann es ratsam sein über eine Verwendung des Skontos nachzudenken. Vor allem bei größeren Rechnungsbeträgen damit sehr viel Geld gespart werden. Aus diesem Grund ist jenes Gebilde der Wirtschaft für beide Seiten von Vorteil.

Die Skontofrist

Die Skontofrist ist ein bestimmter Zeitraum, innerhalb dessen Du als Steller der Rechnung den Kunden ein Skonto auf den Rechnungsbetrag gewährt.

Bezahlt der Kunde innerhalb dieser Skontofrist, darf dieser jenes vom Rechnungssteller bewilligte Skonto vom Rechnungsbetrag skontieren (abziehen). Hierbei profitiert ein Kunde vom Bonus und zugleich der Rechnungssteller von der schnellen Zahlung.

Die Skontofristen werden, gemeinsam mit der Höhe des Skontos immer in Prozent, auf den Rechnungen ausführlich ausgewiesen. Eine Skontofrist liegt dabei stets unter der gesetzlichen oder auf der Rechnung ausgewiesenen Zahlungsfrist. Allgemein gültig sind 5 bis 14 Tage. So kann ein Skontoangebot wie folgt aussehen: 3 Prozent Skonto bei Eingang der Zahlung innerhalb von 7 Tagen nach Eingang der Rechnung, sonst Zahlung innerhalb von 14 Tagen ohne Skonto.

Die Skontofrist ist stets ein beidseitig freiwilliges Ziel für die Zahlung. So kann der Rechnungssteller dem Kunden ein Skonto anbieten und dieser kann das Skonto seinerseits verwenden, indem er innerhalb jener Skontofrist unter Abzug bezahlt. Es besteht jedoch weder ein rechtlicher Anspruch auf einen Skontonachlass, noch eine Verpflichtung hierzu.

Die Skontofrist –gilt generell ab Rechnungsdatum oder –eingang. Es kommt dabei zusätzlich auf die detaillierte Skontoabrede im Vertrag an.

Die klassische Skontoklausel 3 Prozent Skonto bei Zahlung innerhalb von 10 Tagen nach Rechnungseingang beginnt mit einer Frist nach dem Rechnungseingang beim Kunden, also bedeutet dies nicht schon mit dem Datum der Rechnung. Ansonsten hätte es der Rechnungssteller in der Hand, die Rechnung später zu versenden, dass eine Skontierung für den Kunden nicht mehr möglich ist.

Eine Frist für das Skonto liegt in der Praxis meist zwischen 8 und 14 Tagen. Aus der Formulierung 3 Prozent Skonto bei Zahlung in der angemessenen Frist ist die Höhe, nicht jedoch die Frist zur Zahlung zu erkennen. Eine Bestimmung der Frist nach § 316 BGB ist in einem solchen Fall nicht möglich.

Skontoklauseln sind oftmals unbestimmt und unwirksam, wenn die Bestimmung der Skontofrist nicht eindeutig ist. Der Sinn solcher Abreden liegt vor allem darin, den Vertragspartner zu einer schnellen und kurzfristigen Zahlung zu bewegen. Dazu bedarf es jedoch einer eindeutigen Bestimmung der einzuhaltenden Fristen für das Skonto. Soll es in der Hand des Auftraggebers liegen, die Skontofrist durch eine Rechnungsprüfung in Gang zu setzen, dann mangelt es an einer wirksamen Frist für das Skonto. In einem solchen Falle gilt, dass nach § 16 (5) Nr. 2 VOB/B Abzüge unzulässig sind.

Wie wird Skonto verbucht?

Ein Skonto muss immer buchhalterisch erfasst und damit verbucht werden. Die Skonti sind mit anderen Preisnachlässen wie Treue- oder Mengenrabatte nicht zu verwechseln.
Um die gewährten Skonti zu verbuchen, hast Du auch als Verkäufer verschiedene Möglichkeiten.

Für die Verbuchung besteht die Möglichkeit der Verwendung der Bruttomethode. Die Unternehmen buchen die Skonti zuerst über das Konto „Skontoerträge“ und vermindern den Bruttobetrag im Anschluss um die Vorsteuer, welche hierin enthalten ist.

Bei Zahlung der Rechnung, innerhalb einer jeweiligen Frist, kann sich der Kunde einen gewissen Prozentsatz vom Rechnungsbetrag subtrahieren. Bei einem Rechnungsbetrag 11 900,00 Euro x 3 Prozent ergibt das Bruttoskonto in Höhe von 357,00 Euro.

Bei der Nettomethode trennen die Unternehmen schon bei Inanspruchnahme zwischen Erlös- und dem Vorsteuerkonto.

Ein Skonto bedeutet stets eine Preisveränderung, ob im Einkauf oder im Verkauf. So muss die Umsatz- oder die Vorsteuer um den jeweiligen Betrag korrigiert werden. Zunächst muss jedoch der Nettoskonto bestimmt werden.

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