Kredit für Freiberufler – viele Möglichkeiten, große Hürden

Als Freiberufler profitierst du von unabhängigen und eigenverantwortlichen Entscheidungen, kannst deine Arbeitszeit frei einteilen, vom Einkommen her sind dir keine Grenzen nach oben gesetzt und du kannst deine Ideen direkt in die Tat umsetzen. Aber auch Freiberufler haben sowohl im privaten als auch im geschäftlichen Bereich bestimmte Anschaffungen. Kreditgeber locken mit günstigen Konditionen, einer unbürokratischen Abwicklung und maximaler Flexibilität.

Spätestens wenn der Beruf eingetragen wird, erfolgt für viele Freiberufler die Ernüchterung. Banken verhalten sich äußerst zurückhaltend in der Vergabe von Krediten an Freiberuflern. Warum das so ist und welche Möglichkeiten dir als Freiberufler zur Verfügung stehen, wollen wir dir in diesem Beitrag erklären.

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Warum sind Banken vorsichtig bei der Vergabe von Krediten?

Als Angestellter bist du sozial abgesichert. Zu diesen Absicherungen zählen die Unfallversicherung, die Arbeitslosenversicherung, Krankenversicherung, aber auch der Kündigungsschutz. Wirst du gekündigt, greift der Kündigungsschutz. Je nachdem, wie lange du schon im Betrieb bist, wird dir das Gehalt auch nach einer Kündigung für eine bestimmte Zeit weitergezahlt. Nach dieser Kündigungsfrist springt das Arbeitsamt ein. Durch diese soziale Absicherung wird im Falle deines Ausfalls ein menschliches Dasein gesichert. Diese Grundlage dient auch den Banken als Sicherheit.

Als Freiberufler hast du ein höheres Ausfallrisiko infolge einer Krankheit oder eines Unfalls. Ein weiterer Aspekt ist die unsichere Einnahmesituation. Als Angestellter beziehst du ein festes Gehalt als Freiberufler, schaut die Situation schon anders aus. Als Freiberufler wirst du nicht jeden Monat die gleichen Einnahmen verzeichnen können. Deine Einnahmen werden natürlichen Schwankungen unterliegen, die abhängig von der Kundenzufriedenheit oder der wirtschaftlichen Situation sind.

Diese Unregelmäßigkeiten sind auch den Banken bewusst, weshalb sie auf Kreditanfragen häufig skeptisch reagieren oder diese gänzlich ablehnen. Bei ungewissen finanziellen Verhältnissen kann ein Zahlungsausfall oder Verzug die Folge sein. Als Angestellter konntest du dein Gehalt als Sicherheit angeben, als Freiberufler ist das nicht der Fall. Da das Honorar Schwankungen unterliegt, zählt es bei der Kreditvergabe nicht zu den Sicherheiten.

Ein weiteres Problem ist die fehlende Kalkulation. Deine Einnahmen können nur schwer für die Zukunft prognostiziert werden. Selbst dann, wenn du im Moment über ein volles Auftragsbuch verfügst, bietet es dir keine Sicherheit über zukünftige Entwicklungen. Kalkulationen können hier lediglich eine Momentaufnahme darstellen, dienen aber nicht als verlässliches Mittel für die Zukunft. Im Angestelltenverhältnis sieht das anders aus. Hier können sich Banken auf die Beständigkeit der Zahlungen verlassen.

Bei der Beurteilung kommt es aber auch darauf an, in welcher Branche du tätig bist und welche Art von Kredit du benötigst. Spezielle Branchen wie die Architektur haben es leichter, an einen Kredit zu kommen wie beispielsweise die Baubranche. Verbraucherkredite sind grundsätzlich einfacher zu erwerben.

Nimmst du einen Kredit für ein Auto oder eine Immobilie auf, dienen diese Güter den Banken auch als Sicherheiten. Außerdem ist es ein gravierender Unterschied, ob du nur 2.000 Euro benötigst oder einen Kredit von mehreren Hundert Euro beantragst.

Finanztechnische Definitionen einfach erklärt

Bevor du einen Kredit beantragst, solltest du dich mit ein paar wesentlichen Begriffen vertraut machen, die dir bei der Antragsstellung begegnen werden. Wir haben dir hier ein paar wichtige Informationen zusammengestellt.

Der Begriff Summe bezieht sich auf die Kredithöhe, die von dir beantragt wird. Die Zinsen, die für den Kredit anfallen, sind in dieser Summe noch nicht enthalten.

Neben der Kredithöhe ist auch die Laufzeit des Kredites ausschlaggebend. Hierunter wird der Zeitraum verstanden, der dir zur Verfügung steht, um die Schulden zurückzuzahlen.

Bei Krediten können sich die Tilgungsmodalitäten stark unterscheiden. So gibt es Kredite, die sich durch Annuität charakterisieren, und solche, die endfällig bezahlt werden. Unter Annuität wird verstanden, dass der Verbraucher monatlich einen gleichbleibenden Betrag an die Bank zahlt, der sich aus Zinsen und Kredit zusammensetzt.

Bei der endfälligen Tilgung wird in den ersten Jahren nur die Zinsen zurückgezahlt und die eigentliche Kreditsumme wird erst am Ende der Laufzeit fällig. Manche Kredite gewähren darüber hinaus Sondertilgungen oder auch tilgungsfreie Jahre.

Möchtest du einen Kredit beantragen, solltest du beim Vergleich der Banken den effektiven Jahreszins als Maßstab heranziehen. Dieser enthält alle Kosten, die anfallen, wenn ein Kredit beantragt wird. Das bedeutet, dass auch Kontoführungs- oder Bearbeitungsgebühren miteinbezogen werden.

Gründerkredite werben insbesondere mit tilgungsfreien Jahren. In den ersten Jahren bezahlst du nur die Zinsen, die bei diesen Krediten besonders niedrig sind. Erst nach dieser Zeitspanne ist die Kreditsumme in Raten abzuzahlen.

Die Dauer bei der Auszahlung des Kredites ist abhängig von der Kreditform, die du gewählt hast. Entscheidest du dich für einen normalen Verbraucherkredit, ist dieser innerhalb von einer Woche oft schon bewilligt. Bei einem Sofortkredit kannst du schon innerhalb weniger Tage über den Kredit verfügen. Anders schaut es hier beim ERP Gründerkredit oder Unternehmerkredit aus. Die Beantragung läuft hier über die KfW und dauert in der Regel 4 Wochen bis zur Auszahlung.

Voraussetzungen, um einen Kredit erfolgreich zu beantragen

Um einen Kredit erfolgreich beantragen zu können, solltest du deine Schufa-Auskunft bereinigen bzw. eine Selbstauskunft einholen. Die Schufa ist eine Auskunftsdatei für Wirtschaftsdaten von Verbrauchern. In dieser Funktion sammelt sie Daten von 66,3 Millionen Personen. 380.000 Auskünfte werden allein jeden Tag erstellt. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass bei dieser Menge der zu verarbeitenden Daten auch Flüchtigkeitsfehler keine Seltenheit sind.

Verbraucher können sich einmal im Jahr kostenlos ein Kontrollblatt zuschicken lassen. Zwar sind gewisse Auskünfte kostenlos, ein dauerhafter Zugang geht einher mit monatlichen Gebühren. Dafür werden Verbraucher über sämtliche Anfragen und neue Einträge per E-Mail informiert. Bei der einmaligen Beantragung eines Kredites ist ein dauerhafter Zugang nicht unbedingt notwendig.

Bevor überhaupt negative Einträge erfolgen, muss das Unternehmen diese angekündigt haben. Zwei Abmahnungen sind hier erforderlich, bevor ein negativer Eintrag erfolgt. Spätestens 4 Wochen vor dem Eintrag muss dem Verbraucher dies postalisch zugehen.

Löschbare Schufa-Einträge

Es gibt drei Arten von Schufa-Einträgen, die auf Aufforderung gelöscht werden können.

Falsche Einträge können auf Antrag des Verbrauchers gelöscht werden. Hier kann es sich beispielsweise um eine falsche Adresse oder den falschen Namen handeln.

Wenn die Forderung nicht mehr als 2.000 Euro beträgt, kann der Eintrag sofort gelöscht werden. Voraussetzung ist allerdings, dass diese Summe innerhalb von 2 Wochen nach der Meldung beglichen werden muss. Es darf sich hier aber nicht um titulierte Forderungen handeln.

Bei titulierten Forderungen ist das Verfahren etwas komplizierter. Der Verbraucher hat hier bereits vom Amtsgericht den Zwangsvollstreckungsbescheid oder die Vermögensauskunft zugestellt bekommen. Hier bleibt dir nur eine Möglichkeit: Du musst die Forderung begleichen, was zur Löschung des Vermerks beim Amtsgericht führt. Anschließend muss aber noch der jeweilige Gläubiger dieser Löschung zustimmen. Wenn dieser nicht einwilligt, kann der Vermerk nicht vorzeitig entfernt werden.

Wie man die Schufa-Einträge löschen lässt

Möchtest du einen Vermerk löschen lassen, kommt es auf die Art des Eintrages an. Geht es um eine Falscheingabe, weil der Name vertauscht wurde, musst du dich direkt an die Schufa wenden. Hier schreibst du die Schufa direkt an (postalisch) und bittest um die Berichtigung der Daten.

Handelt es sich um einen Eintrag, der längst gelöscht sein sollte, geht der Weg eigentlich über den Vertragspartner. Oft ist es jedoch so, dass der Vertragspartner die Forderung an ein Inkassobüro oder an einen Rechtsanwalt abgetreten hat. Hier sind diese Adressen auch die richtigen Ansprechpartner.

In einem Schreiben (postalisch per Fax oder E-Mail) sollte der Ansprechpartner dazu aufgefordert werden, die Daten zu berichtigen und dies der Schufa mitzuteilen. Verbraucher sollten den Gläubigern hier eine Frist von ca 3 Wochen setzen, bevor juristische Schritte eingeleitet werden.

Wie kannst du deinen Bankberater von dem Kredit überzeugen?

Für dich als Freiberufler ist das Vorlegen eines Einkommenssteuerbescheides das wichtigste Fundament, um die Wahrscheinlichkeit für einen Kredit zu erhöhen. Der Jahresgewinn, der aus dem Einkommensteuerbescheid hervorgeht, entscheidet über die Höhe des Kredites. Auch für die Beurteilung deiner Bonität ist dieser Bescheid ausschlaggebend.

Nachteilig ist allerdings, dass es 2 Jahre dauern kann, bis dieser vorliegt. Alternativ kannst du auch die betriebswirtschaftliche Auswertung heranziehen. Dabei handelt es sich um eine Auswertung, die anhand steuerlicher Daten vom Steuerberater erstellt wird. Diese dient als Grundlage für die Erstellung deines Einkommenssteuerbescheides.

Als Freiberufler bist du nicht zur doppelten Buchführung verpflichtet. Es reicht, die Gewinne anhand einer Einnahmen-Überschuss-Rechnung darzustellen. Um Bankangestellte zu überzeugen, sollten diese Berechnungen deinen Unterlagen beiliegen.

Besonders schwer an einen Kredit zu kommen, ist es für Existenzgründer. Hier ist das wichtigste Instrumentarium der Businessplan, der sämtliche betriebswirtschaftliche Auswertungen, den Investitionsplan und Liquidationsplan enthält.

Möchtest du auf Nummer sichergehen, kannst du den Businessplan im Rahmen eines Seminars oder mit der Unterstützung eines Unternehmensberaters erstellen. Solche Programme werden von der IHK gefördert. Auf das Gespräch solltest du dich gut vorbereiten und sicher auftreten.

Du kannst die Bank versuchen, allein durch den Businessplan zu überzeugen. Von oben genannten Coaches bekommst du Nachweise, die deine Erfolgsaussichten noch einmal bekräftigen. Wenn du vorab außerdem noch Kurse belegst, die für Existenzgründer ausgelegt sind, erhöhst du deine fachlichen und kaufmännischen Fähigkeiten. Neben den fachlichen Kompetenzen sind auch persönliche Qualifikationen erforderlich. Aus diesem Grunde solltest du das Beratergespräch ernst nehmen und dich gut darauf vorbereiten.

Ausschlaggebend für die Kreditvergabe sind aber nicht nur fachliche und persönliche Qualifikationen, sondern vor allem Sicherheiten in Form von Immobilien oder Eigenkapital. Zwar wird der Gründerkredit auch ohne Sicherheiten vergeben, allerdings wird Gründern geraten, mindestens 25 % Eigenkapital aufzubringen.

Bürgschaften sind eine Form von Personensicherheiten. Hier kommen unabhängige Personen, Freunde oder Familienmitglieder infrage. Du solltest es dir aber gut überlegen, bevor du Familienmitglieder oder Freunde darum bittest, eine Bürgschaft für dich zu übernehmen. Nicht selten kommt es zu Unstimmigkeiten, wenn es um betriebliche Entscheidungen geht.

Auf der anderen Seite steht dir die Möglichkeit einer Bürgschaftsbank zur Verfügung. Beantragst du deinen Kredit über deine Hausbank, wird die Anfragen direkt von der Hausbank an die Bürgschaftsbank übermittelt. Hast du keine Hausbank, die dir einen Kredit vermitteln würde, kannst du dich direkt an die Bürgschaftsbank wenden.

Weitere Möglichkeiten sind die Grundschuld, eine Hypothek, Wertpapiere, Ladeneinrichtungen und Forderungen gegenüber Kunden. Bist du verheiratet oder hast einen Partner könnt ihr auch zusammen einen Kredit beantragen. Zwei Kreditnehmer erhöhen meist die Chancen, einen Kredit bewilligt zu bekommen.

Die verschiedenen Kreditarten für Freiberufler

Bei den Kreditarten kann auch bei Freiberuflern zwischen Krediten zur privaten Nutzung und geschäftlichen Zwecken unterschieden werden.

Kredite für private Verwendung

Zunächst möchten wir dir die verschiedenen Kreditformen vorstellen, die dir für private Zwecke zur Verfügung stehen.

Ratenkredit

Unter einem Ratenkredit versteht man einen Kredit, wofür der Kreditnehmer Zinsen zu entrichten hat. Hier ist ein wichtiges Instrument die Bonität, also die Kreditwürdigkeit des Kreditnehmers. Fällt diese schlecht aus, wird ein Kredit nur durch höhere Zinsen oder gar nicht vergeben. Im Internet findest du eine große Auswahl an Anbietern. Insbesondere Banken wie die TARGOBANK oder auch die ING bieten Kredite für Freiberufler an. Bei der TARGOBANK kann der Betrag zur freien Verwendung angewendet werden. Die besten Chancen bestehen aber bei der Hausbank, wenn man sich über mehrere Jahre als treuer Kunde erwiesen hat.

Rahmenkredit

Bei einem Rahmenkredit bekommst du nicht den vollen Betrag auf einen Schlag ausgezahlt. Ähnlich wie beim Dispokredit kannst du über diesen Rahmen dann verfügen, wenn du ihn benötigst. Ein Vorteil liegt darin, dass dir nur dann Zinsen berechnet werden, wenn du über den Kredit verfügst. In Bezug auf die Zinsen ist dieser zwar höher als der Ratenkredit, aber günstiger als der Dispokredit.

Sofortkredit

Der Sofortkredit ist eine besondere Form des normalen Ratenkredites. Der Vorteil liegt darin, dass er innerhalb kürzester Zeit zur Verfügung steht. Oft wird der Sofortkredit benötigt, wenn kurzfristige Anschaffungen notwendig sind. Diese Kredite sind online verfügbar, Entscheidungen werden innerhalb kürzester Zeit gefällt und auch das Geld ist innerhalb von wenigen Tagen auf deinem Konto.

Dispokredit

Daneben kann natürlich ein Dispokredit verwendet werden. Dieser sollte aber nur kurzfristig verwendet werden, da die Zinsen wesentlich höher sind als bei den vorherig genannten Kreditformen. Häufig wird er auch als Überziehungskredit bei Freiberuflern auch Kontokorrentkredit bezeichnet. Hier besteht für dich die Möglichkeit, über mehr Geld zu verfügen, wie sich aktuell auf deinem Konto befindet.

Kleinkredit

Zusätzlich gibt es noch die Möglichkeit eines Kleinkredites. Hier werden Beträge in Höhe von bis zu 3.000 Euro vergeben. In seltenen Fällen können diese Beträge auch bis zu 5.000 Euro betragen. Diese Kreditform ist für Freiberufler leichter zugänglich, da hier auch bei unregelmäßigem Einkommen eine höhere Chance besteht, diese zeitnah zurückzuzahlen. Regelmäßige Einkünfte müssen auch bei Kleinkrediten nachgewiesen werden.

Minikredit

Eine Sonderform dieser Kreditform ist der Minikredit. Hier werden Kreditbeträge über einige hundert Euro vergeben. Oft haben diese Kreditformen aber eine deutlich geringe Laufzeit (nur einige Monate), in denen der Betrag zurückgezahlt werden muss.

Autokredit

Beim Autokredit gelten dieselben Bedingungen wie beim Ratenkredit. Allerdings sind solche Kredite für Freiberufler schneller zu bekommen, da das erworbene Auto als Sicherheit angegeben werden kann.

Privatkredite werden nicht von Kreditinstituten vergeben, sondern von Privatpersonen. Auch mit schlechter Bonität kannst du hier einen Kredit bekommen. Allerdings unterscheiden sich die Zinsen deutlich von den Zinsen normaler Kreditinstitute.

Kredite zur geschäftlichen Verwendung

Die geschäftlichen Kredite können in Betriebsmittelkredit und Investitionskredit unterteilt werden. Betriebsmittelkredite benötigst du beispielsweise, wenn Waren finanziert werden müssen. Bei einem Investitionskredit müssen der Fuhrpark, Maschinen oder die Büroeinrichtung bezahlt werden.

Gründerkredit

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) richtet sich hier speziell an Existenzgründer und Unternehmer. Für Existenzgründer kommt der „ERP-Gründerkredit – StartGeld“ in Betracht, der durch günstige Zinssätze und tilgungsfreie Anlaufjahre besticht. Hier solltest du aber darauf achten, welche Banken diese Kredite anbieten. Nicht jede Bank bietet den ERP-Gründerkredit oder den Unternehmenskredit der KfW an. Das liegt daran, dass die Zinssätze sehr niedrig sind und die Kreditvergabe über die KfW erfolgt. Banken befürworten aber eigene Kredite, die sich durch entsprechend höhere Zinssätze auszeichnen.

Mikrokredit

Auch staatliche Mikrokredite sind Kredite, die sich ausschließlich an Unternehmen richten. Diese reichen von 1.000 bis 10.000 Euro bei der erstmaligen Beantragung. Bei erfolgreichem Verlauf kannst du nach Abschluss den nächsten Kredit beantragen. Die Summe darf aber insgesamt 25.000 nicht übersteigen. Beantragen kannst du diesen Kredit bei dem zuständigen Mikrofinanzinstitut.

Spezielle Angebote der Banken

Einige Banken haben spezielle Programme im Angebot und werben damit besonders Freiberufler und Selbstständige zu unterstützen. Hierzu zählen einmal die Postbank, die Commerzbank und die Sparkassen. Allerdings sind diese Kredite in der Regel an Freiberufler gerichtet, die schon länger ihrer Tätigkeit ausüben. Für Existenzgründer kommen diese Kreditformen nicht infrage.

Alternative Formen

Auxmoney

Bei Auxmoney haben Selbstständige und Existenzgründer die Möglichkeit, einen Kredit in maximaler Höhe von 50.000 Euro zu beantragen. Hier wird nicht die Schufa abgefragt, sondern die Zusage erfolgt aufgrund einer eingehenden Analyse der finanziellen Situation des Unternehmens. Mehrere Personen spenden hier einen kleinen Betrag, sodass in der Summe ein hoher Betrag zustande kommt. Die Zusage erfolgt relativ schnell und die Auszahlung kann online abgewickelt werden.

Business Angel

Unter Business Angel versteht man Großinvestoren, die nicht nur Kapital in ein erfolgversprechendes Unternehmen stecken, sondern auch ihr unternehmerisches Know-how und das Netzwerk zur Verfügung stellen. Sie werden am Gewinn beteiligt. Allerdings investieren diese Personen nur in Unternehmen, die für sie erfolgversprechend sind. Auf Business Angels Netzwerk Deutschland e.V. findet man eine große Anzahl solcher Anlaufstellen. Allerdings ist hier ein aussagekräftiger Businessplan, das A und O. Business Angel investieren, primär in größere Unternehmen. Außerdem muss mit einer längeren Wartezeit gerechnet werden.

Crowdinvesting

Crowdinvesting wird auch in Deutschland immer beliebter. Hier beteiligen sich viele Investoren an einem Projekt durch kleine Beträge. Im Gegenzug erhalten sie Anteile am Unternehmen. Im Gegensatz dazu steht das Crowdfunding, wodurch die Investoren Gegenleistungen in nicht-monetärer Form erhalten. Zu den gängigsten Gegenleistungen zählen Gutscheine oder das jeweilige Produkt. Allerdings sollte man den Aufwand, den eine solche Kampagne mit sich bringt, nicht unterschätzen. Schon in der Vorarbeit sollte das Netzwerk entsprechend aufgebaut werden, um eine möglichst große Anzahl an möglichen Investoren zu erreichen.

Fazit- Kredit für Freiberufler

Unsichere Einnahmen, fehlende soziale Absicherungen und eine nicht vorhandene Kalkulation wird von Banken mit einem höheren Ausfallrisiko gleichgesetzt. Bist du gut informiert, hast ausreichend Sicherheiten und aussagekräftige Unterlagen steht einer Anfrage nichts im Weg. Durchaus gibt es Banken, die sich auf die Vergabe von Krediten für Selbstständige spezialisiert haben. Aber du kannst dich auch nach alternativen Möglichkeiten umsehen. Gerade Crowdinvesting, Crowdfunding oder Business Angel erfreuen sich in Deutschland immer größerer Beliebtheit.

Kreditrechner für Selbstständige

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